Peter Maffay


Schauspieler • Producer • Musiker
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Leben & Werk

Schlagerbarde, Harley-Rocker, Märchenonkel oder generöser Gutmensch – Peter Maffay präsentierte sich während seiner über 30-jährigen Karriere von vielen unterschiedlichen Seiten. Und egal was er anpackte – der Erfolg gab ihm Recht.

Peter Alexander Maffay wurde am 30. August 1949 im rumänischen Kronstadt geboren. In den sechziger Jahren siedelte er mit seiner Familie nach Süddeutschland um, wo er erste musikalische Gehversuche mit der Gruppe The Dukes unternahm. Nebenbei machte Maffay eine Ausbildung zum Chemiegraphen. 1970 gelang ihm der große Durchbruch als Solointerpret mit der Single „Du“. Der Song wurde zum Millionenseller, und der 1,63 Meter große Rumäne von der bundesdeutschen Schlagergemeinde sofort ins Herz geschlossen. Bis zum Ende der Siebziger veröffentlichte Maffay fünf Alben und lieferte mit schmusigen Titeln wie „Es war Sommer“ weitere Hits, die ihm hohes Ansehen bei den Schlagerfans bescherten. Recht wohl fühlte sich der Sänger, der sich im Grunde seines Herzens doch stets als Rocker sah, in der Schlagerwelt jedoch nie. Deswegen versuchte er in den folgenden Jahren stetig, das Schlager-Stigma mit knackigen Rockplatten wieder abzuwaschen. Als Befreiungsschlag fungierte das Album „Steppenwolf“ (1979), auf dem Maffay kräftiger denn je die Rockkeule schwang und dafür rasch belohnt wurde: Das Album besetzte wochenlang die Spitze der Charts und wurde in der Folge mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet.

Mit seinem nächsten Album „Revanche“ setzte Maffay 1980 den neu eingeschlagenen Weg konsequent fort und etablierte sich mit über 1,8 Mio. verkauften Einheiten endgültig in der Oberliga der deutschen Rock/Pop-Szene. Im gleichen Jahr landete er mit „Über sieben Brücken musst du gehen“, das ursprünglich aus der Feder der Ost-Rocker Karat stammte, einen der größten Single-Hits seiner Karriere. 1982 wurden Maffay hohe internationale Rockehren zu Teil, als ihn die Rolling Stones für ihre Deutschlandtour als Support-Act engagierten. Nach den sechs Konzerten, bei denen er vor über 500.000 Menschen aufgetreten war sowie zwei weiteren Alben („Frei sein“ und „Ich will leben“), erfüllte sich Maffay einen lang gehegten Traum und baute sich im bayerischen Tutzing ein eigenes Studio. Dort verschanzte er sich während des Jahres 1983 und komponierte das Rockmärchen „Tabaluga und die Reise zur Vernunft“. Die Geschichte vom kleinen grünen Drachen, der das Leben verstehen lernt, wurde zum durchschlagenden Erfolg und zu einem der meistverkauften Kindertonträger der achtziger Jahre.

Nachdem er auch bei den Kleinsten ein Großer geworden war, widmete sich Maffay wieder der „Erwachsenenmusik“ und veröffentlichte 1984 mit „Tausend Träume weit“ und „Carambolage“ zwei neue Alben, die von seinen Fans begeistert aufgenommen wurden. 1986 folgte mit „Tabaluga und das leuchtende Schweigen“ der zweite Teil des Drachenmärchens, der seinem Vorgänger in Sachen Erfolg nicht nachstand. Im gleichen Jahr versuchte sich Maffay auch erstmals als Schauspieler und agierte an der Seite von Armin Müller-Stahl, Michael York und Elliot Gould in dem Kinofilm „Der Joker„. Parallel ging Maffay auf eine ausgedehnte Deutschland-Tour, während der er auch erstmals in der DDR auftrat. Mit seinen folgenden Alben „Lange Schatten“ (1988), „Kein Weg zu weit“ (1989) und „Liebe“ (1991) gelangen weitere Verkaufserfolge, die allesamt die Top Ten erreichten. Zu dieser Zeit begann Maffay verstärkt damit, öffentlich zu politischen und sozialen Themen Stellung zu beziehen. Er engagierte sich für zahlreiche Wohltätigkeits-Projekte, gegen aufkeimende Ausländerfeindlichkeit in Deutschland und gründete gemeinsam mit Freunden die gemeinnützige Organisation Horizont e.V. .

1993 gab es endlich Nachschub für die Tabaluga-Fangemeinde in Form der dritten Folge des Märchens, „Tabaluga und Lilli“. Im Anschluss an die Veröffentlichung brachte Maffay das Rockmärchen auch auf die Bühne und begeisterte bei über 90 phantasievoll inszenierten Aufführungen mehr als 700.000 Zuschauer. 1996 stand mit „Maffay 96“ ein weiteres Rockalbum auf der Agenda, das erneut an die Chartsspitze stürmte und sich in der Folge über 800.000 mal verkaufte. Die anschließende Tournee wurde zum Triumphzug und später auf der Live-CD „Maffay 96 Live“ dokumentiert. Zwei Jahre später verwirklichte Maffay mit „Begegnungen“ ein weiteres, überaus erfolgreiches Großprojekt: Im Sinne der Völkerverständigung präsentierte der Sänger auf der CD Duette mit stilistisch höchst unterschiedlichen Künstlern von allen fünf Kontinenten der Erde und verfolgte dabei den Ansatz, die Welt ungeachtet von religiösen oder Kulturellen Unterschieden durch die Musik zu verbinden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der anschließenden „Begegnungen“-Tour widmete sich Maffay wieder der Schauspielerei und übernahm die Hauptrolle in dem Film „Gefangen im Jemen“, den ProSieben im September 1999 ausstrahlte.

Mit dem 2000er-Album „X“ folgte das nächste Nummer-Eins-Album, das die mittlerweile riesige Maffay-Fangemeinde auch bald in Platin-Regionen beförderte. Im Sommer gründete der Sänger mit der Peter Maffay Stiftung eine weitere Wohltätigkeitsorganisation, die eng mit der Tabaluga Kinderhilfe zusammenarbeitet. Mit dem Album „Heute vor dreissig Jahren“ feierte Peter Maffay im Jahr 2001 sein 30jähriges Karrierejubiläum und präsentierte dabei Neueinspielungen einiger seiner größten Hits im modernen Soundgewand. 2004 war es dann Zeit für das vierte Tabaluga-Album, diesmal unter dem Titel „Tabaluga und das verschenkte Glück“, dem sich erneut eine ausgedehnte Tournee anschloss. Im Januar 2005 folgte das Album „Laut und leise“, auf dem der Sänger sich sowohl von seiner rockigen wie sanftmütigen Seite zeigte. Die CD erreichte einmal mehr die Charts-Spitze und ging weit über 200.00 Mal über die Ladentische. Auch die anschließende Tournee wurde mit rund 350.000 Besuchern zum umfassenden Erfolg. Im Herbst 2006 erschien mit „Begnungen – Eine Allianz für Kinder“ die Fortsetzung der 1998 veröffentlichten Kollaborations-Platte, auf der Maffay erneut mit Sängerinnen und Sängern aus der ganzen Welt duettierte – diesmal noch dazu im Zeichen der Kinderhilfe. In den Charts gelangte die CD bis auf Platz neun.

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